Page 17 - TREND REPORT November 2017
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TREND REPORT
November 2017 | Smart Services & Smart Citys 17
„Die Smart City stellt die Lebens- qualität aller Bewohner in den Mittelpunkt der Stadtentwicklung“, so Prof. Dr. Chirine Etezadzadeh.
Smart Services für die Bürger ein- und diesen wieder zu ießen. Dabei können sich die „IT-Plattformen unabhängig von der Größe einer Stadt zu einer Art kommunales Gehirn entwickeln“, weiß Etezadzadeh. Ausgerüstet mit einer VR-Brille und einem 3D-Drucker könnten z. B. technische Außendienst- mitarbeiter der Stadt die „kleinen grau- en Zellen“ dieses kommunalen Ge- hirns anzapfen, um schneller und bes- ser Wartungen und Reparaturen an der Verkehrsinfrastruktur durchzuführen.
Es gibt verschiedene Strategien auf dem Weg zu einer Smart City. Jede Stadt muss den am besten für sie geeigneten heraus nden, es gibt keine Universal- lösung. In seinem Smart City Index emp ehlt Roland Berger den Groß- städten, erst einmal zu ermitteln, wel- che Services ihren Bürgern wichtig sind, wo der Schuh drückt. Wichtig sei, dass Smart-City-Ansätze nicht in einzelnen, unverbundenen Lösungen stecken bleiben, sondern die Breite der ö entlichen Daseinsvorsorge adressie- ren und die entsprechenden Anwen- dungen auch untereinander verknüp- fen. Von Vorteil wird es dabei sicher
sein, auf dem aufzubauen, was man schon hat oder besonders gut kann, um dann Schritt für Schritt eine Lö- sung, einen Service nach dem anderen zu entwickeln und einzuführen.
Mobilität im urbanen Raum
Eines der dringendsten Probleme, die in diesem Zusammenhang immer wie- der auftauchen, ist die Planung und Organisation des künftigen städtischen Verkehrs, auch um den Bürgern zu- kunftsweisende Verkehrskonzepte bei gleichzeitiger Reduktion der klima- schädlichen und gesundheitsschädi- genden Abgase o erieren zu können. „Im Mobilitätssektor werden sich nicht nur die Antriebsverfahren, sondern auch die Nutzungsweise der Verkehrs- träger sowie das Mobilitätsverhalten insgesamt verändern“, betont Chirine Etezadzadeh. Dies erfordere u. a. Inno- vationen im Bereich des motorisierten Individualverkehrs, des ö entlichen Verkehrs sowie in der urbanen Logis- tik. Ihrer Meinung nach „wird der Durchbruch hinsichtlich der Aufrecht- erhaltung der Mobilität im urbanen
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Onboarding Factory
Zahlreiche Studien belegen den erhöh- ten Bedarf, KMU bei der Digitalisierung ihrer Wertschöpfungsprozesse zu un- terstützen. Größe, Führungs- und Beschä igungsstruktur oder die Finan- zierungsstruktur stehen einer durch- gängigen Digitalisierung o  im Weg.
Um jedoch erfolgreich sein zu können, müssen deutsche und europäische Plattformbetreiber und Anbieter von Smart Services gemeinsam digitale Ökosysteme um ihre Produkte und Services aufbauen. acatech empfiehlt im Rahmen des Projekts „Digitale Serviceplattformen“ einen schnellen Einstieg für den Mittelstand in Form einer „Onboarding Factory“ für Deutschland. Dazu mehr unter www. trendreport.de/onboarding-factory
IT-Plattformen für das IoT
Leser erhalten in dieser Studie des Fraunhofer IAO eine gute Übersicht über die wichtigsten IT-Plattformen für das IoT auf dem deutschen Markt. Die Autoren haben anhand konkreter Be- wertungskriterien zugleich ein gutes Auswahlinstrument geschaffen, das Entscheider auf der Suche nach ge- eigneten IoT-Plattformen dient, die passende Lösung zu finden. www. trendreport.de/marktstudie-it- plattformen
Erfolgreicher Start des Projekts „Guided Autonomic Locations“
Ziel des Forschungsvorhabens „Guided Auto- nomic Locations (Guided AL)“ ist die Schaf- fung einer offenen, internetbasierten, standardisierten Datenaustausch- und Diensteplattform zur Realisierung neuar-
tiger, teilweise gebäudeübergreifender und intelligenter Services im Kontext der Gebäudeautomation und der Le- bensbereiche des Menschen. Hierzu wird untersucht, welche technischen Voraussetzungen notwendig sind, um auf Basis bestehender und neu-
Umfeld „Wohnen“
Umfeld „Arbeit“
Autonomous- Locations-Plattform
Service-Plattform
Software-definierte Plattform
Cyber-physische Plattform
er Automatisierungslösungen und
von Wearables gebäudeübergrei-
fende, intelligente Dienste (Smart
Services) erstellen und anbieten zu
können. Neben der nötigen Platt-
forminfrastruktur für umfassendere
Smart-Service-Lösungen wird auch
Wert auf die leichte Realisierbarkeit
kleinerer, thematisch fokussierter, in-
telligenter Anwendungen gelegt, die
z.B. in Form von speziellen Apps auf der
zu schaffenden Autonomous-Locations-
Serviceplattform laufen sollen. Das Vorhaben
untersucht und implementiert Ansätze für die Serviceplattform und realisiert basierend auf der Autonomous-Loca- tions-Serviceplattform exemplarische Anwendungen aus den Umfeldern Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Gesundheit.
Umfeld „Einkaufen“
Umfeld „Gesundheit“
Bildmotiv Copyright: SAP SE
Bildmotive Copyright: smart-city.institute
Quelle: http://guided-al.de/ Alle Rechte vorbehalten

























































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