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TREND REPORT
November 2017 | Smart Services & Smart Citys 15
derum eine stärker übergreifende Ver- netzung der Geräte und Plattformen und damit einhergehend das Vertrauen der Nutzer in den Umgang mit den personenbezogenen Daten durch die Smart-Service-Anbieter voraussetzt. Transparenz und Sicherheit sind not- wendige, aber nicht leicht zu erfüllen- de Bedingungen dafür.
Smarthome
Die kleinste smarte Einheit wird das Smarthome sein. Hier spielen sich im „Kleinen“ bereits viele der Smart Servi- ces ab, die auch für größere, industrielle Anwendungen relevant werden können. Es ist in seiner Rolle für die Ausbil- dung der Akzeptanz für Smart Services
Mrd. Euro verdreifachen werden. „Da- mit Unternehmen aber das riesige Potenzial ausschöpfen können, müssen sie Teil eines funktionierenden Öko- systems werden und o en für eine Integration und Kooperation mit Lö- sungen aus anderen Branchen und Technologien sein“, emp ehlt der In- ternetverband eco.
Smarte Gebäude
Auch das Facility-Management wird in den nächsten Jahren vom Smart-Boom enorm pro tieren. Neue Gebäude werden gleich intelligent geplant, schon vor- handene intelligent gemacht, sodass je nach Wunsch einzelne Wohn- oder Büro- einheiten, Etagen oder auch gleich das
In der Smart City funkt‘s!
Während viele geschäftliche und private Anwendungen immer hö- here Bandbreiten benötigen, kommt das Internet of Things (IoT) mit geringen Übertragungsraten aus. In der Smart City senden Sen- soren Statusinformationen über Funknetze – das können Messwerte zur Luftqualität oder die Füllstände von Müllbehältern sein. Netzikon stellt hierfür die Infrastruktur auf Basis der LoRaWANTM-Funktechnik zur Verfügung.
Sensoren erfassen in der Smart City Statusinformationen und senden sie an die Zentrale, von wo aus – auto- matisiert oder manuell – unter- schiedliche Infrastruktureinrichtun- gen gesteuert werden. So lassen sich z. B. Trinkwasserspeicher, Badeseen und Gewässer mithilfe von Sensoren zeit- und ortsunabhängig überwa- chen, Wasser- und Stromverbräuche in den Haushalten digital ermitteln. Die intelligente Straßenbeleuchtung passt sich sensorgesteuert dem Ver- kehrsaufkommen an und dimmt ge- gebenenfalls, um Energie zu sparen. Infrastrukturen für erneuerbare Ener- gien werden ebenso mithilfe von in- telligenter Sensorik in das LoRaWANTM eingebunden und kontinuierlich überwacht. Parkraummanagement sorgt dafür, dass Autofahrer schnel- ler einen freien Parkplatz  nden; dazu melden Sensoren freie Park ä- chen oder die Auslastung von Park- häusern.
Die Datenmengen, die dazu die Sensoren an die Steuerungszentrale funken, sind extrem klein; hierfür sind die gängigen Funktechnologi- en nur bedingt geeignet. Eine Alter- native sind sogenannte Low-Power- Netzwerke (LPWAN), z. B. das inter- national standardisierte, auf der
LoRaWANTM-Technologie basierende Funknetz von Netzikon. Ausgelegt aufSensoranwendungendecktes ganze Städte oder Regionen ab, kommtsowohlimFreienalsauchin- nerhalb von Gebäuden zum Einsatz. Netzikon plant, bis Ende 2018 ihr Netz  ächendeckend in Deutsch- land bereitstellen zu können. Es er- möglicht auch die bidirektionale Datenübertragung, wodurch sich Geräte aktiv darüber steuern lassen. Die Sender und Empfänger haben eine Reichweite von mehreren Kilo- metern und lassen sich einfach ins- tallieren. Die Sensoren kommen je nach Anwendung bis zu zehn Jahre mit einer batteriebetriebenen Stromversorgung aus. Das Netz ar- beitet mit geringsten Sendeleistun- gen, die Übertragung der Daten er- folgt gemäß den deutschen Da- tenschutzanforderungen und ist verschlüsselt. Der Aufbau und die Anwendung der eigenständigen In- frastruktur von Netzikon sind deut- lich kostengünstiger als die für IoT- Anwendungen in herkömmlichen Funknetzen.
Das Internet der Dinge auf LoRaWANTM-Basis macht eine Stadt zur Smart City. Entscheider in den Stadtverwaltungen und private Organisationen tun gut daran, jetzt zusammen mit unseren IoT-Experten Pilotprojekte aufzusetzen, um Erfah- rungen zu sammeln und um die Pro- jekte später zu skalieren. Die Lösun- gen, die heute bereits verfügbar sind, lassen sich hierfür bestens ein- setzen, z. B. das LoRaWANTM-Netz von Netzikon. Wer jetzt in die Smart City einsteigt, kann schon früh Kosten einsparen und langfristig seine Stadt für die Digitalisierung vorbereiten.
www.netzikon.de
Die LoRaWANTM-Technologie ist ausge- legt auf Sensoranwendungen und deckt ganze Regionen sowie Städte ab.
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nicht zu unterschätzen. Allerdings lässt der Durchbruch des Smarthomes im- mer noch auf sich warten. Nur sechs Prozent der Deutschen nutzen bereits Smarthome-Lösungen, so ein aktueller Report des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft. Zu teuer und zu wenig praktikabel seien die Anwendungen, lautet das vernichtende Urteil. Zusätz- lich erschweren zahlreiche Lösungen und Geräte, die auf unterschiedlichen Techniken und Standards aufsetzen und daher untereinander und von Hersteller zu Hersteller nicht kompati- bel sein müssen, den Endkunden nicht nur die Kaufentscheidung.
Nichtsdestotrotz wird dem
Smarthome ein enormes Potenzial zu- gesprochen. Der Verband der Internet- wirtschaft eco erwartet gemäß einer durch Marktforscher von Arthur D. Litt- le durchgeführten Studie, dass sich die Smarthome-Umsätze bis 2022 auf 4,3
ganze Gebäude smart gemacht werden können – je nach Wunsch und Budget. Mehr Komfort, größere Sicherheit, eine angepasste Wohn- oder Arbeitsumge- bung und eine bessere Energiebilanz sind die Vorteile intelligent vernetzter Gebäude.
„Besonders mit der neuesten IoT-Sensorik sind und werden Gebäu- de smart und somit auch nachhaltiger sein“, weiß Frank Krause, Chief Sales O cer bei Caverion. „Gebäude wer- den mehr und mehr zu fühlenden Ob- jekten werden, die sich tagesaktuell auf die Bedürfnisse der Menschen einstel- len.“ Die Sensorik, mit der das Unter- nehmen arbeitet, erkennt bereits heu- te, wie viele Menschen sich in einem Raum be nden, und regelt entsprechend das Raumklima oder auch die Licht- verhältnisse. Und nicht nur das: „Mit unseren Energieeinspar-Contracting- Angeboten sparen wir unseren Kunden
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