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12 Smart Services & Smart Citys | November 2017 TREND REPORT
Die neuen digitalen Gebäude-Experten
Und da sind sie, die „digitalen Anzei- chen“ dafür, dass sich der FM-Markt in einem zunehmend dynamischeren Umfeld be ndet. Aber wie wird das zu- künftige Facility-Management im Kon- text von Smart Citys und intelligenten Gebäuden in den nächsten Jahren aus- sehen?
Erste Antworten darauf fanden wir in unserem gemeinsamen Hintergrund- gespräch mit Frank Krause von Caveri- on, der gleich am Anfang auf die Grundlagen der digitalen Transforma- tion im Kontext seiner „Digitalen In- ventur“ hinwies. „Viele unserer Kun- den wissen gar nicht genau, welche ver- schiedenen Techniken alle in ihren Gebäuden verbaut sind. Genau hier setzen wir an und erfassen erst einmal den kompletten Bestand der Gebäude- technik. Wir nennen dies die ‚Digitale Inventur‘“, so Frank Krause. „Alle Da- ten werden in Echtzeit auf unserem Server abgespeichert und können hier jederzeit vom Kunden eingesehen wer- den. Bereits hier erhält der Kunde ohne Papieraufwand ein exaktes und gezieltes Bild der Abläufe seiner Gebäudeleit- technik-Anlage. Erste Schwachstellen lassen sich schon in diesem Stadium er- kennen“, ergänzt Frank Krause noch.
Auf unsere nächste Frage hin, wo die gewonnenen Daten gespeichert und zu- sammenlaufen würden, erklärte uns Frank Krause, dass die Gebäudeleittech- nik (GLT) der Kunden per Fernwar- tung über das neue Operational Center
Frank Krause, Ge- schäftsführer (CSO) von Caverion Deutschland, unterhielt sich mit der TREND-REPORT-Redak- tion über die Digitali- sierung des Gebäude- managements und die Gebäudeleittechnik der Zukunft.
in München angeschlossen ist und erfahrene Energieingenieure die kom- plette GLT der Gebäude überprüfen. Präventiv werden hier Fehler erkannt und auch teilweise direkt über das Ope- rational Center behoben. Frank Krause fügte hinzu: „Das ‚Caverion Operational Center‘ erfüllt alle Sicherheitsstandards nach VDMA.“ Und fährt fort: „Als zu- sätzlichen Service bieten wir neueste IoT-Technik zur Überwachung und Optimierung von Gebäuden an. So in- stallieren wir Sensor- und Zähltechnik, um das komplette Raumklima in Ge- bäuden aufzunehmen und die Daten an das Operational Center weiterzulei- ten. Mit entsprechenden Einstellungen kann hier immer ein optimaler Zustand gewährleistet werden, der sich insbeson- dere positiv auf die Gesundheit der Mitarbeiter in den Räumen auswirkt und mit dem Energiekosten eingespart
werden können. Unsere Kunden haben per Internet über unser Client-Net rund um die Uhr Zugri  auf die erho- benen Daten ihrer Gebäude. Für eine hohe Transparenz können hier bspw. auch die Wartungsprotokolle eingese- hen werden. Durch das Monitoren des Gebäudes können wir so exakt wie nie zuvor die Gebäudetechnik analysieren und entsprechend steuern und mit un- seren Energieeinspar-Contracting-An- geboten sparen wir unseren Kunden bereits heute im Durchschnitt 36 Pro- zent der Energiekosten.“
Der FM-Dienstleister verbessert und optimiert mit seinen digitalen Dienst- leistungen nicht nur bestehende Ge- bäude, sondern auch Neubauten kön- nen von den erhobenen Daten pro tie- ren. Frank Krause betont dabei: „In Zukunft möchten wir die Daten auch für den Zweck anbieten, Neubauten mit dem Wissen und den Schlüssen aus diesen Daten besser und energie- sparender zu bauen. Bei Caverion gibt es bereits heute in den Unternehmens- strukturen eine enge Verbindung zwi- schen den Sparten FM, Energie und Digitalisierung.“
Der Anbieter für technische Gebäude- ausrüstung in allen Gewerken, Facility Services und Industrial Maintenance beschäftigt an mehr als 20 Standorten rund 2300 Mitarbeiter in Deutsch- land. Frank Krause schildert Trends, die kurz- und mittelfristig als Innovations- treiber auch im FM wirken. Durch
„Big Data“ steht eine „vorrausschauende Wartung“ routinemäßig zur Verfügung. Mehrere Datenquellen, die bisher nicht miteinander in Verbindung gebracht wurden, könnten auf einer Smart-Da- ta-Plattform in Zukunft vernetzt wer- den, um Probleme frühzeitig zu erken- nen und bspw. vorausschauend instand zu halten.
Auf unsere letzte Frage hin, wie „smart“ unsere Gebäude dann wirklich in Zu- kunft sein werden, wusste Frank Krause: „Besonders mit der neuesten IoT-Sen- sorik sind und werden Gebäude smart und somit auch nachhaltiger sein. Ge- bäude werden mehr und mehr zu füh- lenden Objekten werden, die sich tages- aktuell auf die Bedürfnisse der Menschen einstellen. Unsere Sensorik erkennt be- reits heute, wie viel Menschen sich in einem Raum be nden und regelt ent- sprechend das Raumklima. Auch die Lichtverhältnisse werden automatisch erkannt und optimal eingestellt. Ne- ben einer enormen Senkung der Kosten wird sich diese smarte Technik auch positiv auf die Gesundheit der Men- schen auswirken. Besonders wenn man bedenkt, dass wir durchschnittlich ca. 80 Prozent unseres Lebens in Gebäuden verbringen. Spannend wird es natürlich auch, wenn smarte Gebäude in Zukunft untereinander vernetzt sind und mitei- nander ‚reden‘ und sich austauschen. Dieser Weg hin zu einer Smart City rückt mehr und mehr in greifbare Nähe.“
www.caverion.de
Frank Krause erklärt der TREND-REPORT-Re- daktion die Aufgaben und Ausstattung des neuen Caverion Operational Center zur Fernüberwa- chung von Gebäudetechnik in München.
Bildmotive Copyright Caverion




















































































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