Page 4 - TREND REPORT Juni 2017
P. 4

4 Future Store | Juni 2017
TREND REPORT
besprochene Fragestellung abdecken, etwa in Form von Reports oder statis- tischen Ansichten. So gewinnt der Händler Aufschluss darüber, welche Waren wie und an welcher Stelle im Shop positioniert werden sollten, da- mit der Kunde seine Schritte genau dorthin lenkt. Er kann seine Ö - nungszeiten optimieren, Marketing- kampagnen planen und Standorte grundsätzlich bewerten – eine kon- krete Unterstützung durch Big Data, um Kunden einen optimalen Service und ein besseres Einkaufserlebnis an- zubieten.
Die Herausforderung für Han- delsunternehmen ist es nun, die kom- plexen und strukturierten wie unstruk-
trendreport.de
Offene Quellen
Open-Source-Shopsysteme: Shop- ware liegt aktuell in der Version 5.2 vor. Neu mit integrierter, kostenfreier Shop- ware-ERP, kostenfreien Subshop-Li- zenzen und dem Wegfall der Verschlüs- selung der Premium-Plug-ins. Mehr auf www.trendreport.de/shopware
Studie
„Cash for Growth“: Welche Möglich- keiten haben Händler, um ihr Working Capital zu optimieren? Wie ein effekti- ves Management von Working Capital Spielräume für Investitionen in die Zu- kun  den Händlern eröffnet, verdeut- licht die PWC-Studie „Cash for Growth – Working Capital in the Retail Sector“. Lesen Sie weiter auf www.trendre- port.de/cash-for-growth
„Der Kunde will unmittelbar für seine Treue belohnt werden“, weiß Dr. Christoph Peitz von Osram.
turierten Datenmengen aus allen Quellen in einem großen Datenpool zusammenzuführen, Stichwort: Big Data. Es entsteht eine Wissensbasis, an der das Unternehmen mit intelligenten Analysetools ansetzen und daraus Er- kenntnisse ableiten kann.
Daten analysieren und daraus die Customer- Journey gestalten
Richtig analysiert, vermitteln die Da- ten dem Handelsunternehmen einen ganzheitlichen Blick auf seinen Kun- den und ermöglichen die Ausgestal- tung individualisierter Customer-Jour- neys – der entscheidende Faktor für Kundenbindung und -neugewinnung.
Denn wer den Kunden online und o - line „verfolgt“, kann seine Entschei- dungen besser nachvollziehen, um dar- aufhin entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Tatsache ist dabei aber auch, dass zwar über alle Branchen hinweg viel über datengetriebene Wertgenerie- rung gesprochen wird, nicht mehr als rund ein Drittel der Unternehmen je- doch über eine Strategie verfügt, wie Big-Data-Maßnahmen konkret umzu- setzen wären. Mit 37 Prozent liegt der Handel hier im Mittelfeld (Quelle: © Mit Daten Werte scha en 2016, KPMG, 2016).
Um die Möglichkeiten der Di- gitalisierung im Handel anzuwenden und zu nutzen, kommt es nach Ansicht
Der Wunsch nach realen Erlebnissen
Die TREND-REPORT-Redaktion sprach mit Mathias Bork, CEO QVC Deutsch- land, über Kundennähe und Digitali- sierung.
Welche Ergebnisse brachte Ihre „Zu- kunftsstudie Handel 2036“ hervor? Die Deutschen können sich sehr gut vorstellen, in Zukunft virtuell einzu- kaufen und sich von Robotern oder Avataren beraten zu lassen. Das allein ist bemerkenswert. Besonders span- nend ist aber, dass bei aller Begeiste- rung für neue Technologien der Wunsch nach Erlebnissen in der rea- len Welt wächst. Gerade weil in Zu- kunft so viel virtuell abläuft, erschei- nen der großen Mehrheit echte Erfahrungen umso wertvoller. Han- delsunternehmen können davon pro-  tieren – aber nur, wenn sie in der di- gitalen Welt die Nähe zum Kunden nicht verlieren.
Wie scha en Sie vor diesem Hinter- grund Ihre Nähe zum Kunden? Unsere Kunden können jederzeit mit QVC in Kontakt treten – on air, online, über unsere Social-Media-Kanäle so- wie telefonisch über unseren Kunden- service. Zudem, und das macht das Einkaufen bei QVC zum Erlebnis, set- zen wir bereits seit 20 Jahren auf Con- tent-Marketing. Unsere Moderatoren erzählen Geschichten zu unseren Pro- dukten und machen sie so erlebbar. Damals wie heute entstehen daraus enge Kundenbeziehungen. Unser Pro-
Mathias Bork: „Digitalisie- rung ja; aber nur, wenn Sie die Nähe zum Kun- den nicht verlieren.“
gramm ist lebendig, inspirierend und informativ. Und darauf kommt es an – auch das hat die Zukunftsstudie ge- zeigt. Beim Shopping Spaß zu haben, ist jedem zweiten Deutschen wichtig.
Was machen Sie anders?
Wir setzen bei unseren Eigenmarken und den ausgewählten Premiummar- ken wie Babor, KitchenAid, Samsung oder Philips auf hohe Qualität. Außer- dem bieten wir eine selektierte Pro- duktauswahl zu attraktiven Preisen. Wir tre en für unsere Kunden eine Vorauswahl und überfordern sie nicht durch ein Überangebot. Genauso wichtig ist dabei unsere hohe Bera- tungskompetenz auf allen Kanälen.
Welcher Strategie folgen Sie, um die digitale Transformation zu meistern? Wir sind bereits jetzt eines der führen- den digitalen Handelsunternehmen in Deutschland. Alle Sortimentsbereiche wachsen im Vergleich zum Vorjahr. Die
digitalen Bestellungen und deren An- teil an den Gesamtbestellungen lagen im ersten Quartal deutlich über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das gilt es noch weiter auszubauen. Bis zum Jahr 2020 wollen wir in Deutschland die Hälfte unseres Umsatzes über das On- line-Geschäft generieren. Dazu bauen wir alle unsere Vertriebsplattformen und Social-Media-Kanäle laufend aus.
Welche Customer-Experience erlebt Ihr Kunde?
Wir haben längst den Übergang vom reinen Shoppingsender zum Multi- channel-Anbieter vollzogen. Unseren Kunden ermöglichen wir ein platt- formübergreifendes Einkaufserlebnis und jederzeit die Möglichkeit, sich ak- tiv einzubringen. Durch diese Verbin- dung aus Shopping, Unterhaltung und sozialer Interaktion ist es uns gelun- gen, Konsumenten zu Fans zu machen.
www.qvc.de
Bildmotiv Copyright: Osram GmbH






































































   2   3   4   5   6