Page 25 - TREND REPORT Juni 2017
P. 25

TREND REPORT
Juni 2017 | Digital Finance 25
scher Planung vermag KI mittlerweile jedoch auch den Kundensupport e zi- enter und qualitativ verbessert zu ge- stalten. Dies belegt ein Pilotprojekt der Fiducia & GAD in Zusammenarbeit mit IBM. Mit dem Customer Advisor setzt man dabei auf die Technologie des Jeopardy-Gewinners Watson, des- sen Spracherkennung sogar Ironie zu erkennen vermag. Das Feedback der Kunden auf die Entwicklung des Chat- bots für Support-Anfragen sei dabei so positiv gewesen, dass man sich ent- schieden hat, die Lösung zeitnah um- zusetzen. „Eine erste produktive Versi- on ist für Anfang nächsten Jahres ge- plant“, gibt der Vorsitzende des Vor- standes Klaus-Peter Bruns Einblicke in Zukunftspläne.
Einst Konkurrent, jetzt umarmt
Um den Kunden möglichst schnell neue innovative Services anbieten zu können, heißt für Banken das Gebot der Stunde Kooperation. Bevorzugter Partner ist dabei ausgerechnet die einst so belächelte FinTech-Branche. Laut einer aktuellen Umfrage der Unterneh- mensberatung PWC kooperieren welt- weit mittlerweile 45 Prozent der Fi- nanzdienstleister mit FinTechs, Ten- denz steigend. Noch vor einem Jahr waren es erst 32 Prozent. Noch extre- mer gestaltet sich diese Entwicklung in Deutschland, wo mittlerweile sage und schreibe 70 Prozent der Finanzdienst-
Risikokapital für die FinTech-Branche
Trendstudie
FinTech ist der neue Mainstream
Wie der wachsende Einfluss der Start- ups die Finanzindustrie verändert, er- fahren Sie in der Global-FinTech-Studie von PWC. www.trendreport.de/ Studie-Global-Fintech
Bank und Zukun 
„Neue Wege gehen - Banken und Ban- king in der Post-Digitalisierungs-Ära“: Projektstart des gemeinsamen For- schungsprojektes von Fraunhofer IAO und IAT Universität Stuttgart. Das Pro- jekt startet am 1. Juli 2017. Die For- schungsphase betrifft den Zeitraum 2017 - 2019.
Teilnehmer sind willkommen, der Einstieg ist auch während der For- schungsphase möglich! www.trend- report.de/Studie-Bank-und-Zukun 
VC-Investitionen in FinTechs
∑ 199
∑ 435
2015
∑ 580
2016
∑ 46
2012 B2B
∑ 101
2013 2014 B2B2B B2B2C
B2C
In Millionen Euro
leister auf die Unterstützung der dyna- mischen Start-ups setzen. „Im Grunde ist FinTech der neue Mainstream“, fasst dementsprechend Sascha Demgensky von PwC Deutschland zusammen.
Wie ambivalent dabei das Ver- hältnis zwischen Geldinstituten und FinTechs sein kann, wird am Beispiel des ersten deutschen FinTechs Smava deutlich. Allein das Geschäftsmodell des Kreditportals ist schon am schma- len Grat zwischen Kooperation und
Quelle: FINANCE Research
Disruption angesiedelt. Einerseits ar- beitet man sehr eng mit Banken zu- sammen, andererseits liegt jedoch das Hauptaugenmerk auf den Bedürfnis- sen des Kunden. Im Selbstverständnis betrachtet man sich dabei als Mediator, der beide Seiten zufrieden macht. „Den Kunden helfen wir günstigere Kredite zu bekommen, und den Ban- ken helfen wir ein hohes Volumen gu- ter Kreditkunden zu akquirieren“, er- läutert Firmengründer Alexander Arto- pé die Win-win-Situation.
Aus Tradition zukunftsorientiert
vatbankiers. „Dadurch können easy- folio-Anleger erstmals von der langjährigen Anlageexpertise der Privatbank pro tieren, die ansonsten den vermögenden Privatkunden des Bankhauses vorbehalten ist“, so Mang.
Das gesamte Portfoliomanagement liegt jetzt in der Verantwortung des Bankhauses, während sich die Mitar- beiter von easyfolio auf die Optimie- rung der Customer-Journey und so- mit auf das Kundenerlebnis konzent- rieren können. „Jedes Unternehmen fokussiert sich auf jene Teile der Wertschöpfungskette, in denen es am meisten Expertise hat.“
www.easyfolio.de
„Digitale Plattformen erleichtern die Geldanlage ungemein“, meint Andreas Mang, CEO der easyfolio GmbH. Robo-Advisors übernehmen und automatisieren den gesamten Anlageprozess, wodurch der hohe zeitliche und  nanzielle Aufwand, der im Regelfall mit der Asset-Allo- cation verbunden ist, ebenso in den Hintergrund tritt wie das Erforder- nis eigener Finanzexpertise.
Dass mit Hauck & Aufhäuser nun auch ein traditionelles Bankhaus die- sen Service anbietet, gründet sich vor allem in Synergiee ekten: Das Bankhaus pro tiert vom Transfer des digitalen Know-hows und erö net
einen neuen Vertriebskanal für jene Kunden, die an digitalen Alternativen in- teressiert sind. Der Robo-Advisor hinge- gen pro tiert von der langen Tradition und der damit verbundenen starken Re- putation des Bankhauses.
Die über 220 Jahre aufgebaute Kompe- tenz des Investment-Teams schlägt sich auch in neuen Produkten nieder. Wäh- rend Anleger je nach Risikoa nität eine feste Aktien- bzw. Anleihenquote wäh- len mussten, verfolgt easyfolio  ex ei- nen dynamischen Anlageansatz, der sich  exibel an das Marktumfeld an- passt. Die Entscheidung überlässt der Anleger dabei dem erfahrenen Invest- ment-Team von Hauck & Aufhäuser Pri-
„Wir partizipieren von der über
220 Jahre aufgebauten Kompe- tenz von Hauck & Aufhäuser“, be- tont Andreas Mang.
Bildmotiv Copyright: Easyfolio, Pixabay CC0
Bildmotiv Copyright: Pixabay, CC0; Sopra Steria



























































   23   24   25   26   27