Page 22 - TREND REPORT Juni 2017
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22 Digital Finance | Juni 2017
TREND REPORT
Herr Fatemieh, was verstehen Sie unter Online-Vermögensverwal- tung?
Der digitale Zeitgeist macht auch nicht halt vor der Art und Weise, wie unsere Kunden mit Finanzen umgehen. Die entscheidende Frage ist: Wie scha en wir es, unser Angebot an die veränder- ten Bedürfnisse der Anleger anzupas- sen, ohne dabei unsere wesentlichen Stärken einzubüßen? Mit der Lancie- rung von UBS Manage [Access] haben wir hierzu eine neue Art der Vermö- gensverwaltung realisiert. Die Kombi- nation aus persönlicher Beratung und digitaler Unterstützung ist dabei die Antwort auf die sich wandelnden Kun- denwünsche. Durch die Online-Kom- ponente können Anleger jederzeit und von überall mobil auf ihre Vermögens- verwaltung zugreifen.
Ab welchem Mindestanlagevolu- men ist der Einstieg möglich?
Wir haben damit unser Mindestanla- gevolumen auf 100000 Euro reduziert. Diese Ö nung gegenüber einer breite- ren Zielgruppe soll jedoch nicht ein Ein- stieg in das Retailgeschäft sein – viel- mehr ergänzen wir damit das gewohnte Angebotsspektrum um weitere innova- tive Lösungen. Nach wie vor legen sehr viele Bestandskunden großen Wert auf die persönliche Beratung in unseren sechs Niederlassungen.ImEnde ektsinddie Access-Angebote die perfekte Lösung für alle, die bei der Interaktion mit der Bank Zeit sparen wollen, aber nicht auf Beratungsqualität verzichten möchten.
Welcher Vermögensverwaltungs- ansatz steht hinter Ihrer Lösung? Wir bieten online derzeit zwei Vermö- gensverwaltungslösungen an: UBS Manage [Access] und UBS Manage Systematic Allocation [Access]. Erstere verfolgt einen klassischen, die zweite einen dynamischen Ansatz. Beide zeichnen sich durch einen sehr hohen Individualisierungsgrad, breite Diver- si kation zur Risikoabsicherung und Transparenz aus – sowohl was die Aus- gestaltung des Portfolios als auch das Preismodell betri t. Mit UBS Manage [Access] sind wir Ende 2016 an den Markt gegangen. Nachdem das Inter- esse unserer Kunden unsere eigenen Erwartungen übertro en hat, war es nahe liegend, dieses Angebot auf weite- re Vermögensverwaltungslösungen aus unserem Portfolio auszuweiten. Mit UBS Manage Systematic Allocation
Persönlich digital beraten
Zeit sparen, ohne auf Beratung verzichten zu müssen: Die innovative digitale Plattform der UBS schafft den Spagat und übertrifft die eigenen Erwartungen.
[Access] wird eine unserer renommier- testen und erfolgreichsten Vermögens- verwaltungen über die neue digitale Plattform zugänglich gemacht. Das Herzstück des neuen Angebots ist die rationale, quantitative Anlagestrategie, die gerade in Zeiten hoher Unsicher- heit und Volatilität emotionalen Ver- haltensmustern einen Riegel vor- schiebt. Dieses Angebot eignet sich insbesondere für Kunden, die sich eine noch aktivere Steuerung ihres Portfo- lios durch UBS wünschen und Risiken weiter minimieren möchten.
Welche Anlagestrategien und -klassen bieten Sie damit an?
UBS Manage [Access] bietet dem An- leger fünf verschiedene Anlageoptio- nen: Einkommen, Rendite, Ausgewo- gen, Wachstum und Aktien. Grund- sätzlich bestimmen die verschiedenen Strategien den Aktienanteil im Portfo- lio. In der Systematic-Allocation-Vari- ante sind drei Anlageoptionen ausrei- chend, da das Portfolio sowieso von starken taktischen Umschichtungen pro tiert. Der Aktienanteil wird hier durch Analysen des makroökonomi- schen Umfelds und allgemeiner Markt- trends in den Aktienmärkten bestimmt
und kann über eine große Bandbreite schwanken. Dieser Investmentprozess ermöglicht es, Risiken und Verluste in schwierigen Marktphasen zu verrin- gern und gleichzeitig von positiven Markttrends zu pro tieren. Neben dem variablen Teil, bestehend aus erst- klassigen Aktien und Anleihen, wird das Portfolio mit Unternehmensanlei- hen, Liquidität und alternativen Anla- gen global diversi ziert. Hedge-Funds können dabei auf Wunsch ausgeschlos- sen werden. Als Anlageinstrumente kommen aktive und passive Invest- mentfonds zum Einsatz, in Einzeltitel wird nicht investiert.
Wie hoch ist die Vermögensver- waltungsgebühr?
Die pauschale Vermögensverwaltungs- gebühr hängt vom verwalteten Anlage- volumen und vom jeweiligen Angebot ab. Beispielsweise wird für die klassi- sche Version UBS Manage [Access] bei einem Anlagevolumen zwischen 100000 und 500000 Euro eine Ver- mögensverwaltungsgebühr von 1,30 Prozent fällig, beträgt das Volumen je- doch eine Million Euro oder mehr, sinkt die Verwaltungsgebühr auf 1,00 Prozent. UBS Manage Systematic Al-
location [Access] fällt mit 1,50 und 1,10 Prozent bei denselben Volumina etwas teurer aus, was aber durch die entstehenden Mehrkosten aufgrund der höheren Dynamik und Komplexi- tät des Anlageprozesses gerechtfertigt ist. Darüber hinaus kann sich jeder Neukunde über einen Willkommens- bonus von 0,6 Prozent des über die Ac- cess-Plattform investierten Vermögens, maximal jedoch 15 000 Euro, freuen.
Mit welchen Features hinsichtlich Ihrer Digitalisierungsstrategie kön- nen wir in Zukunft rechnen?
Wir arbeiten kontinuierlich daran, un- sere ganze Expertise der Vermögensver- waltung auch in der digitalen Variante anzubieten. Die Vermögensverwal- tungslösung UBS Advice beispielswei- se, die den Kunden mithilfe eines per- sönlichen Beraters eigene Investitions- entscheidungen tre en lässt, wird voraussichtlich 2018 in digitaler Form in Deutschland lanciert. Die Kunden erhalten online jederzeit Einsicht in Marktbewertungen und Analysen, um ihre persönlichen Anlageentscheidun- gen bestmöglich tre en zu können.
www.ubs.com
Ramin Fatemieh, Head WM Market Coordinator Germany & Austria bei UBS Europe SE, erklärt im Gespräch die neue Art der Vermögensver- waltung.
Bildmotiv Copyright: UBS














































































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