Page 18 - TREND REPORT Juni 2017
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18 New Work & Arbeiten 4.0 | Juni 2017
TREND REPORT
gegebenenfalls von Menschen noch    nicht. Aber mit Verantwortung ist im-
HANDBUCH HR-MANAGEMENT
Open-Content-Redaktionskonzept:
Im Herbst 2017 erscheint unser neues gemeinfreies Werk als Fachbuch und Wegweiser für HR-Verantwortliche, die den Wandel in die Arbeitswelten 4.0 erfolgreich meistern wollen. Unterneh- mer und Führungskrä e erhalten neue Lösungs- und Denkansätze, die sie posi- tiv für sich nutzen können, um anstehen- de technische und kulturelle Verände- rungen zu realisieren. Schreiben Sie mit?
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kontrolliert werden“, so der Berater. Selbstlernende Systeme, Entschei- dungssysteme und die Individualisie- rung würden den Druck auf die her- kömmliche Büroarbeit nochmals erhö- hen.
Neue, aufregende und anspruchsvolle Jobs
Andreas Moring sagt aber auch, dass Menschen im Vergleich zu Maschinen kreative „Produktionsfaktoren“ sind – von ihnen würden vermehrt eigene Ideen, Mitdenken und Selbständigkeit gefordert. „Dies bedeutet höhere Ver- antwortung, die jeder von uns über- nehmen muss – ob wir das wollen oder
mer auch Freiheit verbunden. Insofern liegt es an jedem selbst, die neuen Frei- heiten der Arbeit 4.0 zu nutzen.“ Und eine vom Branchenverband Bitkom durchgeführte Befragung kommt zu dem Ergebnis, dass 54 Prozent der Un- ternehmen davon ausgehen, dass es in den kommenden zehn Jahren mehr Ar- beitsplätze für gut ausgebildete Be- schäftigte geben wird. Für digital qua- li zierte Arbeitnehmer würden sich so- mit hervorragende Jobchancen bieten. „Die Digitalisierung führt zu einem historischen Wandel in der Arbeits- welt“, sagte Bitkom-Präsident  ors- ten Dirks. „Neue, aufregende und an- spruchsvolle Jobs entstehen. Sie setzen eine gute Ausbildung voraus und bie- ten dafür viel Gestaltungsspielraum und Verantwortung.“
Doch wenn Mitdenken und Kreativi- tät die „neuen“ Aufgaben der Beschäf- tigten sind, stellt sich etwa die Frage, warum beispielsweise Softskills der Mitarbeiter im Projektmanagement derzeit nur selten eine Rolle spielen.  omas Trägers Antwort darauf ist: „Jedes Mitglied der Projektgruppe ist auf die Leistung aller anderen angewie- sen und muss sich bestmöglich integ- rieren, um ein funktionierendes Hoch- leistungsteam zu bilden. Kommunika- tions- und Verhandlungskompetenz, Empathie und Kompromissfähigkeit sind damit unabdingbare ‚harte‘ An- forderungen.“ Er ist davon überzeugt, dass langfristig kein Weg daran vorbei- führt, auch eine kompetenzorientierte
Prof. Dr. Thomas Träger: „Hochleis- tungsteams im Projektgeschäft müssen auch Empathie und Kom- promissfähigkeit beherrschen.“
Durchgängige Interoperabilität
Wie die richtige Uni ed-Communica- tion-Lösung  exible Arbeitsmodelle er- möglicht, erklärt Markus P. Keller, CEO & Gründer von UC Point, im Gespräch mit der TREND-REPORT-Redaktion.
Herr Keller, Videokonferenzlösungen werden in den nächsten Jahren stark nachgefragt ... Worin liegt heute die Herausforderung für Unternehmen, um Videokonferenzsysteme nahtlos in die moderne Unternehmenskom- munikation zu integrieren? Video-Collaboration ist zu einem kriti- schen Bestandteil der Unternehmens- infrastruktur geworden, damit Teams e zient und unabhängig von ihrem
Markus P. Keller: „Video-Collabo- ration ist zu einem kritischen Bestandteil der Unterneh- mensinfrastruktur geworden.“
Standort miteinander kommunizieren können. Viele Organisationen verlas- sen sich auf verschiedene Plattformen und Systeme; historisch gesehen aber haben viele Videokonferenzlösungen Schwierigkeiten, aufgrund techni- scher Standards mit Systemen ande- rer Hersteller zu kommunizieren.
Was dürfen Unternehmen von einer e zienten Collaboration-Lösung er- warten?
„Uni ed Communications & Collabo- ration“ (UCC) bedeutet, dass mög- lichst eine Vielzahl typischer Aktionen aus einer großen Plattform heraus und über verschiedene Endgeräte hinweg getätigt werden können. Eine solche ganzheitliche Lösung bietet etwa Microsoft mit O ce 365. Mithilfe von Skype for Business Online als Teil von O ce 365 lassen sich beispiels- weise auch Videocalls, Telefonate und Chats aus verschiedenen Anwendun- gen (z.B. Microsoft Teams oder Out- look) starten. Das fördert die aktive Zusammenarbeit und steigert nach- haltig die Produktivität.
Welcher Aufwand muss für die Im- plementierung eingeplant werden? Eine pauschale Antwort gibt es nicht, denn jede Implementierung richtet sich nach den individuellen Anforde- rungen eines Kunden. Am Anfang emp ehlt sich eine gemeinsame Ist- Analyse. Je nach Bedarf entwickeln wir dann die zielführende Strategie –
und das für verschiedene Deploy- ment-Szenarien, On-Premises, Hybrid oder Cloud.
Welche Vorteile bietet Ihr cloudba- sierter Interoperabilitäts-Service in diesem Kontext?
Der User wünscht sich einen einfa- chen Meeting-Zugang und störungs- freie Meeting-Erfahrungen. Unsere „Microsoft O ce 365“-zerti zierte Lö- sung UC-Interop ermöglicht die Teil- nahme an „Skype for Business“-Video- konferenzen aus jedem System heraus – mit nur einem einzigen Klick und ohne ein neues System installieren zu müssen. Jeder User arbeitet mit der ihm vertrauten Ober äche, was die Nutzerzufriedenheit erhöht.
Zusätzlich bieten Sie Bot-Lösungen für Ihre Kunden an, welche Wettbe- werbsvorteile lassen sich dadurch generieren?
Wir programmieren individuelle Lö- sungen auf Basis des Microsoft Bot Frameworks. Unsere Bots dienen als „Erstanlaufstelle“ für den First-Level- Support. Unternehmen pro tieren beispielsweise von einer verbesserten E zienz und höherer Produktivität, weil Mitarbeiter entlastet werden. Da- bei können User beispielsweise auch via Skype for Business kommunizieren und müssen ihre gewohnte Kommu- nikationsumgebung nicht verlassen.
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Bildmotiv Copyright: UC Point GmbH, Steinbeis Hochschule







































































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