Page 16 - TREND REPORT Juni 2017
P. 16

16 New Work & Arbeiten 4.0 | Juni 2017
TREND REPORT
Mobile Collaboration
Unternehmen müssen eine Kultur der Collaboration fördern, in der Angestellte die Kompetenzen entwickeln, die sie für die Nutzung mobiler Technologien benötigen.
lich auszudrücken, ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg mobiler Teams. Natürlich ist aufmerksames Zuhören nicht weniger elementar. Un- terstützt werden kann dies durch den Einsatz professioneller Technik wie etwa Smartphones oder Headsets, die Hintergrundgeräusche reduzieren und für eine gute Sprachqualität an beiden Enden des Gesprächs sorgen.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Unternehmen die erfolgreiche Im- plementierung und Nutzung mobiler Technologien maßgeblich beein ussen können. Zentraler Faktor ist dabei die Entwicklung einer Strategie für Mobile Collaboration, die sowohl unterneh- mensspezi sche Faktoren wie auch die individuellen Bedürfnisse der Mitar- beiter einbezieht und über die technische Ausstattung der Belegschaft hinaus- geht. Die darauf basierende Ausprä- gung einer Kultur für Mobile Collabo- ration ist ein Lernprozess für Manage- ment und Angestellte gleichermaßen.
Übrigens will auch das „Abschalten“ gelernt sein. Unternehmen sollten Mit- arbeiter beim verantwortungsvollen Um- gang mit mobilen Technologien unter- stützen und diese dazu ermutigen, sich nach der Arbeit auch technisch vom Arbeitsgeschehen zurückzuziehen, um zu einer gesunden Work-Life-Balance zu  nden.
Die Mehrheit der Beschäftigten arbei- tet heute nicht mehr ausschließlich an einem festen Arbeitsplatz und betrach- tet Mobilität als bedeutenden Teil ihres Arbeitsstils.1 Grund dafür ist, dass im- mer mehr Unternehmen mobile Tech- nologien als Ressource erkennen. Vorreiter dieser branchenübergreifen- den Bewegung sind Konzerne wie Microsoft, Bosch oder Daimler, bei de- nen ortsunabhängiges Arbeiten und mobile Zusammenarbeit nicht nur er- laubt, sondern fester Bestandteil der Unternehmenskultur sind.
Es gibt viele gute Gründe, die für die Implementierung einer Mobile-Colla- boration-Strategie sprechen. Diese rei- chen von der Steigerung der Mitarbei- terzufriedenheit und -produktivität bis hin zur Verbesserung der Geschäftser- gebnisse. In einer Studie des For- schungsinstituts Oxford Economics bestätigten 2015 bereits 90 Prozent der Befragten, dass sich neue Technologien positiv auf ihre Produktivität, Karriere und Lebensqualität auswirken.2
Darüber hinaus stärkt die Möglichkeit zum Wissensaustausch in „Echtzeit“ sowohl Team-Know-how als auch das Zusammengehörigkeitsgefühl. Das Er- gebnis ist eine schnellere Entschei- dungs ndung auf der Grundlage von mehr Informationen, was sich wieder- um positiv auf die individuelle Pro- duktivität auswirkt. Auch Kreativität und Innovationsgeist als Faktoren ei- ner schnelleren Markteinführung pro-  tieren von einem kontinuierlichen Wissensaustausch. Zudem können personelle Ressourcen deutlich e zi- enter eingesetzt werden, da das Ma- nagement ortsunabhängig entscheiden und einfach die besten Mitarbeiter auf eine bestimmte Aufgabe ansetzen kann. Auch im Wettbewerb um neue Talente entscheiden inzwischen nicht selten Flexibilität und Mobilität. Eine aktuelle DGFP-Studie bringt dies wie folgt auf den Punkt: „Betriebe, die kei- ne  exiblen Arbeitszeiten und -orte an- bieten, werden im ‚War for Talents‘ (der Suche nach quali ziertem Nach-
wuchs) und im ‚War for Wisdom‘ (der Suche nach Senioren, die bis über das o zielle Rentenalter hinaus in Wis- sensarbeitsprozesse der Unternehmen eingebunden bleiben) das Nachsehen haben.“3 Unternehmen, die von diesen und weiteren Vorteilen pro tieren wol- len, müssen zunächst geeignete Rah- menbedingungen für mobile Zusam- menarbeit und Kommunikation schaf- fen: Die Grundvoraussetzung ist eine IT-Infrastruktur, die durch ein optima-
les Zusammenspiel von Soft- und Hardwarelösungen eine dauerhafte Verbindung ebenso sicherstellt wie den kontinuierlichen Zugri  auf Informa- tionen. Unsere Forschungen ergaben, dass die Mehrheit der Mobile Professi- onals eine unzuverlässige Netzwerkver- bindung als größtes Hindernis sieht, ihrer Arbeit auch außerhalb des Büros e zient nachzugehen.1
Darüber hinaus helfen mobile Geräte und virtuelle Meeting- und Work ow- Management-Tools örtliche Distanzen zu überwinden und Mitarbeiter auch ohne physische Anwesenheit produk- tiv zusammenzubringen. Als wichtigs- te Kommunikationsgeräte nennen An- gestellte dabei Laptop, Smartphone, Tablet und Headset.1
Es reicht jedoch nicht aus, Mitarbei- tern diese Technologien einfach zur Verfügung zu stellen. Vielmehr müssen Unternehmen eine Kultur der Colla- boration fördern, in der Angestellte die Kompetenzen entwickeln, die sie für die optimale Nutzung mobiler Tech- nologien benötigen. Neben techni- schem Know-how, das in betrieblichen Weiterbildungen vermittelt werden kann, umfasst dies persönliche Fähig- keiten, wie Selbstständigkeit, Flexibili- tät und Leistungsbereitschaft – vor al- lem aber eine gute mündliche und schriftliche Kommunikation.3
So nimmt die Stimme beispielsweise einen immer zentraleren Stellenwert für die Informationsvermittlung ein. Die Fähigkeit des Einzelnen, sich deut-
1 2
3
www. plantronics. com/de/cmpn/ mobile-collabora- tion/
Plantronics Inc.: Mobile Collaboration Global Survey, 2016. Oxford Economics: „ e Always-On Economy: Survey analysis prepared for Plantronics by Oxford Economics“, 21. Dezember 2015.
Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V.: Abschlussbericht der Studie „Mobiles Arbeiten“, Kompetenzen und Arbeitssysteme entwickeln, 2016, http://www.dgfp.de/assets/news/2016/Ergeb- nisbericht-Studie-Mobiles-Arbeiten.pdf.
Gastautor: Mobiles Arbeiten ist in aller Munde. Zu Recht, meint Oliver Jungklaus, Senior Marketing Mana- ger DACH bei Plantronics. Die Mög- lichkeit, von jedem Ort, zu jeder Zeit zu arbeiten und zu kommunizieren, birgt großes geschäftliches Potenzi- al, das Unternehmen durch die Her- stellung bestimmter Rahmenbedin- gungen für sich erschließen können.
Plantronics ist Vorreiter in Sachen mobile Technologien. Der Spezialist für Kommunikationslösungen im professi- onellen und Consumer-Bereich hat es sich zur Aufgabe gemacht, Unternehmen bei der Beseitigung von Kom- munikationshindernissen zu unterstüt-
zen und diese zum Aufbau eines Öko- systems für Mobile Collaboration zu ermutigen.
www.plantronics.com
Bildmotiv Copyright: Plantronics Inc.










































































   14   15   16   17   18