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12 Vernetzte Mobilität | Juni 2017
TREND REPORT
„Mitten im Mobilitätswandel“
Als einer der ersten Anbieter erkannte die Deutsche Bahn 2001 bereits früh- zeitig das Potenzial, das in der Sharing- Economy lag. Seitdem wurden die Sharing-Angebote Flinkster und Call a Bike zu einem festen Bestandteil des eigenen Mobilitätsangebotes weiterent- wickelt.
So ist Flinkster mit rund 4000 Fahr- zeugen in über 300 Städten inzwischen das  ächengrößte Carsharing-Netzwerk in Deutschland und Call a Bike mit seinen angeschlossenen Bikesharing- systemen mit rund 13 000 Fahrrädern in über 50 Städten Marktführer.
Unsere Redaktion sprach mit Claus Gru- now, Leiter Markt-, Geschäfts- und Pro- duktentwicklung Deut- sche Bahn Connect, über den Mobilitäts- wandel und ein neues verbraucherorientiertes Mobilitätsverständnis.
o ene Daten aus dem DB-Konzern – unter anderem von Call a Bike und Flinkster – mit anderen Informationen kombiniert werden konnten. Grunow merkte noch an: „Außerdem ist es uns wichtig, neue Sharing-Trends schnell als Angebote zu integrieren und auf die Straße zu bringen. Schauen wir zum Beispiel auf das Bikesharing, das weiter wachsen wird, weil das Fahrrad in un- serer Mobilität an Bedeutung gewin- nen wird. Pendler beispielsweise könn- ten mit Pedelecs auch weitere Strecken zu ihrer Arbeitsstätte problemlos zu- rücklegen und Lastenbikes das Rad  t für Transporte machen. Hier prüfen wir
Mitarbeitermobilität ab. Immer mehr Mitarbeiter wünschen sich hier Alter- nativen, wie sie beru ich und privat mobil sein können. Doch wie indivi- duell kann heute Mobilität für Mitar- beiter gestaltet werden?
Grunow verdeutlicht dazu: „Diese Ent- wicklung lässt sich gut am Beispiel von Corporate Carsharing erklären. Als Er- gänzung zur klassischen Flotte bietet zum Beispiel das Corporate Carsharing der Deutschen Bahn Connect Unterneh- men wie Mitarbeitern einen echten Mehrwert. Denn bei unserem moder- nen Pay-per-Use-Ansatz wird nur die tat-
Auf unsere erste Frage hin, ob wir ein neues verbraucherorientiertes Mobili- tätsverständnis für den Standort benö- tigen, warf Claus Grunow das Stich- wort „On-Demand-Mobility“ ein. „Dies wird eines der großen  emen der nächsten Jahre sein“, fährt Grunow fort. „Kunden werden Mobilität ent- sprechend ihrem situativen Bedarf in Anspruch nehmen. Dieser Trend wird vor allem durch die Entwicklungen rund um das autonome Fahren getrie- ben und dazu führen, dass Individual- verkehr und ö entlicher Verkehr eins werden“, betonte Grunow. Momentan müssten wir ja im Kontext von Smart Cities auch nach nachhaltigen Ver- kehrskonzepten suchen, um in wach- senden Ballungszentren und Metropo- len die Lebensqualität für die Bewoh- ner zu erhalten. Hier wird laut Grunow die Integration von Sharing-Angebo- ten in den ö entlichen Verkehr eine
wichtige Rolle spielen. Auf diesen neu- en Trend reagiere die Deutsche Bahn Connect, indem sie ihr Angebot kon- sequent weiterentwickelt. Grunow: „Da- bei denken wir immer vom Kunden her. Denn wir wissen: Der Kunde will Mobilität einfach, günstig, sicher, schnell von Tür zu Tür erleben, und zwar un- abhängig vom Verkehrsmittel.“ Und a„uch um das Mobilitätserlebnis seiner Kunden zu verbessern, geht der Sharing- und Mobilitätsdienstleister neue Wege. Neuland wurde ebenfalls mit dem ers- ten DB Hackathon betreten, bei dem
die Integration in unsere Call-a-Bike- Flotte. Auch unsere Zusammenarbeit mit Start-ups, etwa zuletzt mit Clever Shutt- le beim Ridesharing, gehört zu den neuen Ansätzen, die wir verproben.“
Im Kontext der gerade beschriebenen Trends suchen auch immer mehr Unter- nehmen nach ganzheitlichen Mobilitäts- lösungen, da die bislang zumeist ge- trennten Bereiche Fuhrpark und Ge- schäftsreisen zunehmend miteinander verschmelzen. Gleichzeitig nimmt die Bedeutung von Firmenwagen in der
sächliche Nutzung bezahlt, das Auslas- tungsrisiko für den Kunden entfällt. Mobilitätskosten werden so transparent. Mitarbeiter pro tieren von dem Ange- bot, Fahrzeuge am Feierabend oder am Wochenende auch privat nutzen zu kön- nen. Unternehmen können dank der cleveren Vernetzung verschiedener Mo- bilitätskonzepte, wie bspw. von Corpo- rate Carsharing mit den bundesweit verfügbaren Sharing-Angeboten Flinks- ter und Call a Bike, ihren Mitarbeitern ein Höchstmaß an Flexibilität bieten. Mobilität in Unternehmen ist sehr viel- fältig und wird sich weiter individualisie- ren. Grunow abschließend: „Hier wird sich, davon sind wir überzeugt, ein frei kombinierbarer Moblitätsmix in Form eines Mobilitätsbudgets durchsetzen.“
www.deutschebahnconnect.com www.flinkster.de www.callabike.de
On-Demand-Mobility: Dies wird das große Thema der nächsten Jahre sein.
Bildmotiv Copyright: DBConnect GmbH, Andreas Henn
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