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Definitionen

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In unserem TREND MONITOR stellen wir verschiedene Begriffe dar und zeigen anhand der wichtigsten Suchmaschine Google, wie sich diese Begriffe und ihr Interesse daran im Laufe der Zeit entwickelt haben.

Doch was sind Trends? Wann wird aus einer Innovation, einer Tendenz, ein Trend?
Um dieser Frage nachzugehen, müssen wir uns erst einmal dem Word „Trend“ widmen.

Wie wir Trends verstehen, haben wir ausführlich in unserem redaktionellen Konzept verdeutlicht.

Der folgende Text ist aus Wikipedia entnommen und soll verdeutlichen, woher das Word „Trend“ stammt.

Trend (vom englischen trend; aus mittelhochdeutsch: trendeln „kreiseln“, „nach unten rollen“) steht für:

  • eine besonders tiefgreifende und nachhaltige Entwicklung, siehe Trend (Soziologie)
  • eine Entwicklung im mathematischen, statistischen, messtechnischen und wirtschaftlichen Bereich, siehe Trend (Statistik)
  • Kurstrend – eine Entwicklung von Börsenkursen, siehe Chartanalyse
  • Markttrend – eine voraussichtliche Entwicklung der Nachfrage auf einem Markt

 

John Naisbitt

(Weitergeleitet von Megatrends)

John Naisbitt (* 15. Januar 1929 in Salt Lake City, Utah) ist ein US-amerikanischer Autor mit dem Themenschwerpunkt Trend- und Zukunftsforschung. Sein bekanntestes Buch ist Megatrends. Geschrieben 1982, wurde es in 57 Ländern publiziert und dominierte monatelang die Bestsellerlisten. Er machte den Begriff der Globalisierung bekannt.

LebenNach seinen Studien der Politikwissenschaften in Harvard, an der Cornell University und der University of Utah war Naisbitt stellvertretender Erziehungsminister unter John F. Kennedy und Special Assistant für Lyndon B. Johnson. Er war erfolgreich in der Privatwirtschaft und als Unternehmer tätig. Seit 1982, dem Erscheinungsjahr seines Erstlingswerkes Megatrends, steht er als Vortragender im Rampenlicht internationaler Veranstaltungen. Neben seiner Vortragstätigkeit in aller Welt gilt der überwiegende Teil seines Wirkens zurzeit einer Analyse der Entwicklung Chinas. John Naisbitt ist Chairman des Naisbitt China Institute in Tianjin, ist Professor der Nankai-Universität und Professor der Tianjin-Universität of Finances and Economics sowie Mitglied des Vorstandes der Asia Business School Tianjin. John Naisbitt lebt zusammen mit seiner Frau Doris in Wien und Tianjin.[1]

Werke

  • Megatrends. Ten New Directions Transforming Our Lives. Warner Books, 1982
  • Reinventing the Corporation. Transforming Your Job and Your Company for the New Information Society. Warner Books, 1985
  • Megatrends 2000. Ten New Directions for the 1990’s. William & Morrow Company, Inc., 1990
  • Global Paradox. The Bigger the World Economy, the More Powerful Its Smallest Players. William Morrow & Company, Inc., 1994
  • Megatrends Asia. Eight Asian Megatrends That Are Reshaping Our World. Simon & Schuster, 1996
  • High Tech/High Touch. Technology and our Accelerated Search for Meaning. Nicholas Braely Publishing, 2001.
  • Mind Set! Reset your Thinking and see the future. 2006
  • China’s Megatrends. The 8 pillars of a new society. 2009

Lebensstationen

  • Studium der Politikwissenschaften in Harvard, an der Cornell University und Universität von Utah.
  • Advisor für Spitzenpolitiker und Wirtschaftsbosse
  • In Führungspositionen bei IBM und Eastman Kodak
  • Stellvertretender Erziehungsminister von John F. Kennedy
  • Special Assistant von Lyndon B. Johnson
  • Einjähriger Aufenthalt in Thailand als Berater der Königlich Thailändischen Regierung
  • Gastprofessor in Harvard und an der Staatlichen Universität Moskau
  • Fakultätsmitglied der Universität Nanjing in China
  • Distinguished International Fellow am Institute of Strategic and International Studies in Malaysia – der erste Nicht-Asiat in dieser Position
  • Chairman des Naisbitt China Institutes in Tianjin
  • Professor der Nankai-Universität
  • Professor der Tianjin University of Finances and Economics
  • Mitglied des Vorstandes der Asia Business School Tianjin
  • Träger von 15 Ehrendoktoraten in Technik, Wissenschaft und Philosophie

Trend (Soziologie)

(Weitergeleitet von Trendforschung)

Die Anatomie eines Trends

Ein Trend (von engl. to trend ‚in einer bestimmten Richtung verlaufen‘ bzw. ‚drehen‘ oder ‚wenden‘[1]) ist ein Instrument zur Beschreibung von Veränderungen und Strömungen in allen Bereichen der Gesellschaft. Die Beschreibung und die Randbedingungen erlauben eine Aussage über die zukünftige Entwicklung. Mathematisch gesehen handelt es sich um ein Differential eines Wertes nach der Zeit.

Trends sind beobachtbar, im soziologischen Kontext aber nur schwer messbar. Ihr weiterer Verlauf lässt sich meistens genähert abschätzen, aber nur teilweise beeinflussen. Die Trendforschung befasst sich mit der Beobachtung und Vorhersage von Trends. Dort und in der Trendberatung hat sich eine stärker zielorientierte Definition durchgesetzt:

Ein Trend ist eine neue Auffassung in Gesellschaft, Wirtschaft oder Technologie, die eine neue Bewegung bzw. Marschrichtung auslöst. Eine grundlegende Änderung (Umkehrung) eines Trends wird als „Trendwende“ bezeichnet. Die Einführer eines neuen Trends werden Trendsetter genannt, vor allem im Bereich der Mode.

Allgemein

Trendforschung beschäftigt sich mit gesellschaftlichen Wandlungsprozessen. Hierbei geht es nicht um exakte Vorhersagen, sondern darum, die Prozesse der Wandlung zu erkennen und, wenn möglich, zu verstehen, um sie letztlich zu deuten.

Trends im Verhalten oder bei Produkten werden oft durch die Meinungsforschung erfasst. Sie sind durch Werbung und Trendsetter beeinflussbar und haben entscheidende Auswirkungen auf das Konsumverhalten der Verbraucher oder das Bevorzugen gewisser Mode-Erscheinungen im sozialen und Freizeitbereich.

Die Abschätzung des Trends erfolgt häufig durch grafische Verfahren (beispielsweise Charttechnik an der Börse). Wie die Abbildung zeigt, kann man jeden Trend in einen Diagnoseteil (Vergangenheit) und einen Hypothesenteil (Zukunft) aufteilen. Im Allgemeinen wird Zeitstabilität angenommen, das heißt, man geht davon aus, dass der Kontext und die Einflussfaktoren stabil bleiben und sich der Trend ähnlich entwickelt, wie in der Vergangenheit beobachtet wurde.

Systematisierung von Trends (nach Stärke)

  • Trendsignal: Informationen und Neuigkeiten, die größere Veränderungen auslösen könnten (Bsp.: Babyboom in Hamburg)
  • Trend: Veränderung, die beobachtbar ist und einen zeitlich stetigen Verlauf vermuten lässt (Bsp.: mehr Akademikerinnen sind kinderlos)
  • Emerging Trend: gerade entstehender Trend (viele Signale), weiterer Verlauf schwer abzuschätzen (Bsp.: Männer übernehmen mehr Verantwortung in der Familienplanung)
  • Mikrotrend: Veränderung in kleinem Maßstab, regional ausgeprägt oder kaum beobachtbar (Bsp.: steigende Zahl von Ein-Kind-Familien führt zu verändertem Verhalten in Gesellschaft)
  • Makrotrend: spezifische Ausprägungen der Megatrends. Sie beschreiben Teilströmungen, die einen unterschiedlichen Wirkungshorizont aufweisen (Bsp.: Print Plus)
  • Megatrend: Trend in großem Maßstab, lang anhaltend mit tiefgreifenden Veränderungen (Bsp.: alternde Gesellschaft)
  • Metatrend: Bündelung von Trends / Megatrends (Bsp.: demografische Veränderung)
  • Key-Trend: als besonders wichtig eingestufter Trend (Bsp.: Marketingfokus verschiebt sich Richtung reifere Gesellschaft)
  • Pseudotrend: Phänomen wird als Trend dargestellt, obwohl es keiner ist (Bsp.: Unternehmen setzen sich verstärkt für Familien ein)
  • Trendbruch: als Trend gekennzeichnete Entwicklung wird abrupt in Stärke oder Verlauf verändert (Bsp.: Pillenknick)

Systematisierung von Trends (nach Form)

Man unterscheidet verschiedene Formen: linear ist die einfachste und am meisten angenommene. Darüber hinaus gibt es noch Wellenform, Wachstumskurve, Zyklen, Kaskaden, Lebenszykluskurve, Parabel und Sprungfunktion.

Megatrend

Für besonders tiefgreifende und nachhaltige Trends, die gesellschaftliche und technologische Veränderungen betreffen, hat der Zukunftsforscher John Naisbitt den Begriff Megatrend geprägt.

Beispiele: Wellness, Cocooning, Neue Bürgerlichkeit.

Methoden der Trendforschung

Zur Feststellung von Trends gibt es spezielle Methoden, wie die Delphi-Methode (Befragung herausragender Fachleute) oder Prognoseverfahren und Verfahren der Futurologie

Kritik

Trends versprechen, die Zukunft zu offenbaren und erfreuen sich deshalb in den Medien einer gewissen Popularität. Entsprechend kann nur ein kleiner Teil dessen, was als Trend oder „Megatrend“ gehandelt wird, eine nachvollziehbare und systematische Begründung vorweisen. Einige wissenschaftlich fundierte Zukunftsforscher (Futurologie) versuchen daher, sich von „populären“ Trendforschern explizit abzugrenzen. Folgende wesentliche Kritikpunkte werden gegenüber der Trendforschung ins Feld geführt:

  • Fokus auf Konsumenten unter Vernachlässigung der (z. B. sozialen) Rahmenbedingungen
  • Es werden nur gegenwärtige Entwicklungen beschrieben (nur geringer Gewinn gegenüber der Marktforschung)
  • Trends werden journalistisch anhand von Recherchen ermittelt (nicht z. B. systematisch), was einen Erwartungseffekt (aktive Suche nach Bestätigungen, nicht nach Widersprüchlichem) provoziert
  • Einzelne Beobachtungen (z. B. Verhalten von Jugendlichen, eigenes Empfinden ggü. Innovationen) werden vorschnell als zukünftige Entwicklungen interpretiert
  • Die (Eigen-)Dynamik von Entwicklungen wird nicht erfasst (z. B. eine mögliche Gegenbewegung), ein lineares Denk-Modell wird der komplexen (nicht-linearen) Gesellschaft nicht gerecht
  • Interdependenzen mit anderen Entwicklungen werden nicht beachtet (Szenarioanalyse)
  • Trendforschung muss sich auf Publikums-Märkten (z. B. Print-Produkte, Seminare, Zitationen) verkaufen, dabei haben spektakuläre Visionen eine größere Chance, sich zu verkaufen. Die beeinflusst u. U. die Entstehung von Trend-Prognosen, auf jeden Fall deren Verbreitung und Selektion

Literatur

  • Pillkahn, Ulf: Trends und Szenarien als Werkzeuge der Strategieentwicklung. Publicis 2007. ISBN 978-3895782862
  • Naisbitt, John: Megatrends. Ten New Directions Transforming Our Lives. Warner Books, 1982. ISBN 978-0446909914
  • Gordon, Adam: Future Savvy: Identifying Trends to Make Better Decisions, Manage Uncertainty, and Profit from Change. AMACOM. ISBN 978-0814409121
  • Rehder, Torsten: Trendbook 2012: Das Zukunftslexikon der wichtigsten Trendbegriffe“. TrendONE GmbH 2010. ISBN 978-3-00-032604-2

Einzelnachweise

  1. Wortherkunft des Wortes Trend: Das Deutsche Universalwörterbuch des Dudenverlags (2001) schreibt „in einer bestimmten Richtung verlaufen“, das Etymologische Wörterbuch der deutschen Sprache (Kluge, 24. Auflage, 2004) schreibt „»Richtung, Tendenz«, […] von ne. trend »drehen, wenden«, dieses aus ae. trendan »sich drehen«. […]“

Weblinks

 

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